Der Weg in ein perspektivenreiches Leben…

Es sollte wohl so sein. Als wir uns vor 7 Jahren entschieden haben, eine Patenschaft für eines der Kinder von themba labantu zu übernehmen, war unsere Freude groß als Asiphile für unseren Sohn Simon ausgewählt wurde. Ein schicksalhafter Zufall, denn Asiphile hatte genau einen Tag nach Simon Geburtstag, und das machte es von Beginn an auch für Simon zu einer besonderen Verbindung. So entschieden wir uns bevor Simon in die Schule kam, eine persönliche Begegnung zu ermöglichen und planten eine Reise ins Land unseres Herzens, das bald auch Simon begeisterte. Während unserer ersten Reise Station in Kapstadt war es nicht in erster Linie die Cable Car Fahrt zum Table Mountain und auch nicht der Pinguinstrand, sondern es waren die Besuche im Centre themba labantu, und die Zeit, die Simon mit Asipihile verbringen konnte, die diese Reise für ihn zu einem nachhaltigen und unvergesslichen Momentum in seinem Leben werden ließ.

Zurück in Deutschland, fast 5 ½ Jahre später, ist es auch das, was geblieben ist, und Simon auch bis heute noch motiviert, sich für diese Verbindung zu engagieren. Inzwischen ist Simon 11 Jahre alt und fährt selbst mit seinem Fahrrad zum Kinderladen, um für Asiphile ein kleines Geburtstagsgeschenk und eine Karte mit seinem Taschengeld zu besorgen. Oder er geht in seine frühere Grundschule und erklärt das Patenkonzept, um die Eltern für die Patenschaften zu begeistern, die sie in seiner Schule übernommen haben. Es ist nicht irgendein Projekt, es ist Etwas, das in seinem Leben einen Unterschied macht und in seinem Herzen einen festen, unverrückbaren Platz bekommen hat.

Gestern war ich beim Tag der offenen Tür des United World College in Freiburg. 200 Schüler und Schülerinnen aus 93 Nationen leben hier zwei Jahre lang zusammen, um auf das gemeinsame Internationale Baccalaureat zu lernen. Zusammen an einem Ort für eine Welt in Frieden – so lautet das Konzept. „UWC macht Bildung zu einer Kraft, die Menschen, Nationen und Kulturen für Frieden und eine nachhaltige Zukunft vereint.” In Gedanken sehe ich dann Asiphile oder eines der anderen Kinder aus themba labantu in ein paar Jahren an einem solchen oder ähnlichen Ort ankommen, dank der Chance auf Bildung und die Verbindung zu Menschen außerhalb ihres Townships, die sie durch die Unterstützung von themba labantu erfahren. Ein beeindruckendes Mädchen aus einem afrikanischen Land hat mit ihrer Ukulele ein Lied gesungen. Eine Stelle ihres Liedtextes hat mich besonders beeindruckt: „If you don’t stand for something you fall for anything.” Das, wofür sich die Kinder in themba labantu stark machen und einstehen können, ist ihre Bildung und das Lernen, das ihnen das Patenprogramm ermöglicht. Es ist das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden, sondern jemanden am anderen Ende der Welt zu haben, der sich um sie sorgt und kümmert, der sie unterstützt, dass sie ihren eigenen Weg finden und gehen können – in ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches und unabhängiges Leben. Das ist auch unser Ziel in der Patenschaft für Asiphile, und wir sind überzeugt, dass er es schaffen kann und will – mit unserer Hilfe.

Das Schöne ist, es ist keine Sackgasse. Simon hat einen Freund am anderen Ende der Welt. Er weiß, wo er wohnt und wo er seine Hausaufgaben macht. Ein Freund, mit dem er bereits Fußball gespielt und gelacht hat. Und er glaubt daran, dass sie sich irgendwann einmal als Freunde begegnen und entscheiden können, wann und wo sie sich treffen wollen. So wie Freunde auf Augenhöhe dies eben tun, ganz selbstverständlich.

Es lohnt sich! Ermöglichen auch Sie einem der Kinder in themba labantu eine bessere Zukunft, eine Chance auf Bildung, einen Ausweg aus der Armut, einen eigenen, selbstbestimmten Beruf, ein freies Leben ohne Bedrohung von Gewalt und Missbrauch…

 

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